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Raspberry Pi
« am: 21. April 2014, 15:57:19 »
Der Raspberry Pi ist ein sehr günstiger kreditkartengroßer Einplatinencomputer für Bastler und Programmierer. Mit Gehäuse ist der Pi so groß wie eine Zigarettenschachtel.

Verwendungsmöglichkeiten für Raspberry Pi:

Wer braucht schon ein Smart-TV? OpenELEC verwandelt den Pi in ein Media Center. Alles lässt sich mit der TV-Fernbedienung steuern. Lieblingsserie verpasst? Na und, dank Mediathek oder MyVideo kann ich z.B. Homeland ohne Werbung sehen. OpenELEC benötigt dabei weniger Ressourcen als XBMC und hat kein Addon-Bug. Per SSH zugreifen, Steuerung via Webinterface, IPhone oder Android Apps - alles kein Problem. Aufgenommene Filme (TS-Dateien) meines TechniSat ISIO-Receiver lassen sich auch per Heimnetzwerk sehen (UPnP-Server muss aktiviert sein).


Hier beschreibe ich die Netzwerk-Installation des Pi als Linux Debian 7 Rechner mit LXDE Desktop - nennt sich Raspbian OS  :biggrin:

Der Raspberry Pi hat kein BIOS und kein OS. Bei mir bootet er von einer 128GB *SDXC-Speicherkarte von SanDisk. Ihr könnt auch einfach mehrere Speicherkarten mit verschiedenen OS benutzen.

Als OS eignet sich jede Linux-Dis­tribution von der es eine ARMv6-basierte Version gibt (Ubuntu setzt eine ARMv7-Architektur voraus). Daher verwende ich als OS Raspbian. Raspbian basiert auf Debian 7 (Wheezy armhf) mit LXDE als Desktop und ist speziell für den Raspberry Pi angepasst.

NOOBS-Network install auf SD(XC)-Karte kopieren:
(SDXC setzt einen entsprechenden Kartenleser voraus. Auf der Karte habe ich eine 4GB FAT16 Partition erstellt und die NOOBS-Network Dateien auf diese Partition kopieren. Den Rest erledigt NOOBS: ext4 mit 118GB)

Noobs - englisch für Anfänger, hier aber für New Out Of Box Software - ist ein bootfähiges Setup für den Raspberry Pi, mit dem sich in kurzer Zeit sechs Betriebssysteme via LAN installieren lassen: Rasp­bian, Rasp BMC, Pidora, Arch Linux, RISC OS und Open ELEC.

Einfach das ZIP-Archiv von raspberrypi.org/downloads (http://downloads.raspberrypi.org/NOOBS_lite_latest) entpacken und die Dateien auf eine SD(XC)-Karte speichern. Danach die Karte in den Raspberry Pi einstecken und die Stromversorgung anschließen, dann bootet er von der SD(XC)-Karte.

Noobs kann nun auf "Deutsch" umgestellt werden und das gewünschte OS ausgewählt werden. Ich habe Raspbian ausgewählt, der Benutzername ist "pi", das Standard-Passwort "raspberry".

Nach dem ersten Booten von Raspbian startet das Konfigurationsprogramm raspi-config.

Zuerst rufe ich die "Internationalisation Options" auf und stelle hier die Sprache (de_DE.UTF-8), Zeitzone (Europe/Berlin) ein. Das Tastaturlayout bleibt auf "Generic 105-key (Intl) PC" und bei der Sprachversion ist "Other" und dann "German" auszuwählen. Im nächsten Dialog kommt wieder "German" als "The default for the keyboard layout" und schließlich "No compose key".

Mit "Change User Password" ändere ich dann das Passwort für den Benutzer "pi".

Raspbian startet immer im Terminalmodus. Der grafische Desktop LXDE lässt sich mit startx starten. Wer will kann diesen bei jedem Systemstart automatisch booten, dann wählt man die Option "Enable Boot to Desktop" aus.

Um Raspbian Pi auf den neuesten Stand zu bringen gebe ich per Terminal folgende Befehle ein:

1) Musik-Player mit allen Codecs installieren
sudo apt-get install lxmusic
2) Updates
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade
3) Rasp­berry Pi herunterfahren
sudo shutdown -h now


Link zur deutschen RBC Fan-Site (mit Handbuch & FAQ)



*SD(XC)-Speicherkarten eignen sich nicht als echter Festplattenersatz, da diese nicht so oft beschreibbar sind.
Ich habe auf der SDXC sehr viele Bilder und Muisk gespeichert, die Karte wird also nur einmal damit beschrieben.
Wer viel speichert und löscht sollte z.B. eine externe SSD per USB anschließen oder per LAN auf einen NAS zugreifen.
« Letzte Änderung: 28. Juni 2014, 17:03:36 von Jo »

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Antw:Raspberry Pi
« Antwort #1 am: 28. Juni 2014, 17:12:38 »
Update OpenELEC/XBMC 3.x auf 4.0.6
Stand 2014-06-25

Ladet euch den aktuellen Raspberry Pi Builds OpenELEC V4.0.6 herunter und entpackt die Datei "OpenELEC-RPi.arm-4.0.6.tar".

Im Ordner "target" findet ihr die 4 Dateien: KERNEL, KERNEL.md5, SYSTEM und SYSTEM.md5

Per Dateibrowser öffnet man die Adresse von OpenELEC (smb://openelec oder IP smb:⁄⁄192.168.xxx.xxx) und kopiert diese 4 Dateien in den Ordner "Update". Dann startet ihr OpenELEC neu und das Update wird ausgeführt.

Fertig  :cool:
« Letzte Änderung: 28. Juni 2014, 17:51:31 von Jo »

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Antw:Raspberry Pi
« Antwort #2 am: 27. Februar 2015, 19:47:03 »
Update OpenELEC/XBMC 4.x auf 5.0.4
Stand 2015-02-27

Ladet euch den aktuellen OpenELEC 5.0.4 (arm) herunter und entpackt die Datei "OpenELEC-RPi.arm-5.0.4.tar".

Im Ordner "target" findet ihr die 4 Dateien: KERNEL, KERNEL.md5, SYSTEM und SYSTEM.md5

Per Dateibrowser öffnet man die Adresse von OpenELEC (smb://openelec oder IP smb:⁄⁄192.168.xxx.xxx) und kopiert diese 4 Dateien in den Ordner "Update". Dann startet ihr OpenELEC neu und das Update wird ausgeführt.

Fertig  :cool:

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Raspberry und LibreELEC
« Antwort #3 am: 18. Februar 2018, 11:40:12 »
Hardware Update

Derzeit nutze ich einen Raspberry Pi 3 Model B mit einer Samsung PRO Plus Micro SDXC 64GB

Eines der beliebtesten Einsatzgebiete ist den Raspberry als Mediacenter zu nutzen.
Auf Kodi (ursprünglichen XBMC) basierend sind die bekanntesten wohl OpenELEC und LibreELEC.

Auf den neueren Raspi-Modellen besitzt das Mediacenter LibreELEC eine äußerst gute Video-Performance. Derzeit nutze ich LibreELEC Version 8.2.3 mit KODI 17 (Krypton).

Selbst für Einsteiger ist die Installation von LibreELEC gegenüber OpenELEC sehr einfach.
Dazu müsst ihr euch nur den LibreELEC SD-Creator für LINUX, MAC oder Windows laden und könnt mit diesem Tool die aktuellste Version von LibreELEC auf euren USB-Stick oder SD-Karte für den Raspberry installieren.

LibreELEC SD-Creator mit LINUX per Terminal laden und starten:
cd ~/Downloads
wget http://releases.libreelec.tv/LibreELEC.USB-SD.Creator.Linux-64bit.bin
chmod +x LibreELEC.USB-SD.Creator.Linux-64bit.bin
sudo ./LibreELEC.USB-SD.Creator.Linux-64bit.bin


Tipps:
  • Vor dem ersten Start am TV die Settings auf Anynet oder HDMI-CEC setzen (Steuerung für HDMI), dann funzt eure TV Fernbedienung mit LibreELEC
  • Ihr könnt auch eine USB Maus und Tastatur anschließen
  • Beim ersten Start werdet ihr nach dem Hostname gefragt, Standard ist "LibreELEC"
  • SSH und Samba Service aktivieren, Resolution 1920×1080p (HD) und alles auf Deutsch umstellen
  • LINUX über SSH mit dem Pi verbinden -> User "root" und das Passwort ist "libreelec"
  • Kodi hat inzwischen auch ein eigenes MediaThekView-Addon :-)

Add-on PVR IPTV Simple Client (PVR = Personal Video Recorder)
Unter Addon -> Benutzer Addons -> PVR Clients solltet ihr den Simple Client finden.
URL Playlist Links (m3u) findet ihr im www. IPTV ist z.B eine Sammlung von frei empfangbaren Streams für TV, meine Liste: http://www.jolichter.de/iptv/livetv.m3u
« Letzte Änderung: 23. Februar 2018, 20:55:18 von Jo »