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Trinkwasserhärte in Bitburg
« am: 14. Juli 2013, 23:26:30 »
Kaffeemaschine, Wasserkocher, Waschmaschine und Dusche verkalkt?

Alles wird vom Kalk beeinträchtigt, macht mehr Arbeit, sieht unansehnlich aus und verursacht schlimmstenfalls Schaden. Wer will das?

In Bitburg ist das so gewollt und die SWB reden dieses leidige Thema schön und pochen auf ihr gutes Wasser mit einem Härtegrad zwischen 22° und 23° dH! Hartes Wasser beginnt ab 14° dH, also hat Bitburg wohl eher super hartes Wasser.

Hartes Wasser ist Gesund enthält viel Calcium und Magnesium.
Na und! Weiches Wasser ist auch Gesund!

Die üblichen Verzehrgewohnheiten in Deutschland zeigen das sowohl Trink- als auch Mineralwasser nur in geringem Umfang zur Deckung des Mineralstoffbedarfs beitragen. Wer trinkt so viel Leitungswasser am Tag um sein Mineralstoffbedarf abzudecken? Quelle: gesundheit.de

OK, also was tun wenn ich kein super hartes Wasser will?
Deren Tipps dazu ist:
  • Zitronen- oder Essigsäure zum Reinigen benutzen
  • mehr Waschmittel benutzen und Wäsche mit maximal 60° C waschen
  • den Warmwasserbereiter und Boiler mit maximal 60° C betreiben
Mehr Waschmittel benutzen? Oh, wie umweltfreundlich ist denn das?

Deren Tipps sind mir zu billig (für die Stadtwerke) und plump! Warum benutzt dann eine hiesige Brauerei* nicht dieses gesunde Trinkwasser für ihr Bier?
* die Brauerei hat fünf eigene Brunnen, deren Tiefe bis zu 300m ist


Update 05-10-2017. Habe deren Seite nochmals angeschaut und dort steht nun:
Zitat
Tipp: Grundsätzlich sollte man nicht mit Enthärter im Waschmittel enthärten. Man kann handelsübliche Baukastensysteme anwenden, die mit dem Waschmittel und einem separaten Enthärter viel genauer dosieren und die Umwelt nicht unnötig belasten.
DANKE! Immer noch nichts verstanden? "Handelsübliche Baukastensysteme" kosten nun mal auch - wie viele Bitburger so was wohl benutzen?
Kann das Zeug auch unnötiges extra reinigen des Bades, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Brausen oder Reparaturen verhindern?
Kunden sollten dieses den SWB von der Wasserrechnung abziehen dürfen  :p

Interessanterweise gibt es Stadtwerke in Deutschland die das anders sehen und in Entsalzungsanlagen investiert haben.

Beispiel EWB-Bruchsal:
Zitat
... Der Wasserbedarf der Kernstadt Bruchsal sowie der Stadtteile Ober- und Untergrombach wird seit Inbetriebnahme der zentralen Wasserenthärtungsanlage im Wasserwerk Bruchsal im November 2013 mit weichem Trinkwasser des Härtegrades acht Grad deutscher Härte (8° dH) gedeckt...
Quelle: ewb-bruchsal.de
Den Link gibt es inzwischen nicht mehr aber weiches Wasser hat Bruchsal mit Ortsteil Unter- Obergrombach immer noch ;-)


Beispiel Stadtwerke Kreuznach:
Zitat
... hat das Trinkwasser eine natürliche Härte von 19-21 Grad deutscher Härte. Dietmar Canis: "Dies ist zwar für Menschen gesund, kann aber zu vermehrten Kalkablagerungen in entsprechenden Haushaltsgeräten führen." Nach Inbetriebnahme der neuen Trinkwasserenthärtungsanlage liegt die Härte bei lediglich 10 bis 12 Grad deutscher Härte.
... Außerdem: Der Einbau der neuen Anlage führt nicht zu einer Erhöhung des Wasserpreises.
Quelle: hanz-online.de und stadtwerke-kh.de


Beispiel Stadtwerke Meinerzhagen:
Zitat
... Weiches Wasser ist gesund und angenehm im Geschmack. Es verhindert vorzeitige Verkalkung von Leitungen und Haushaltsgeräten wie Waschmaschine und Spülmaschine.
Quelle: stadtwerke-meinerzhagen.de


Fakt ist:
Das hartes Wasser gesünder ist, da es viel Calcium und Magnesium enthält, streite ich ja gar nicht ab. Ich trinke am Tag 2-3 Kaffee oder Tee und selbst das billigste Mineralwasser schmeckt mir besser als deren super hartes Wasser.

Mit weicheren Wasser haben Kunden weniger Waschmittelverbrauch, weniger Wartung, Energie- und Chemikalienbedarf sowie längere Lebensdauer von Haushaltsgeräten! Auch weicheres Wasser ist Gesund!

Ich bin Kunde und will kein hartes Wasser! Ist das so schwer zu verstehen?
Die Stadtwerke sind für mich ein Quasi-Monopol-Unternehmen - denn ich habe keine andere Wahl als deren Wasser zu kaufen.  :mad:


Meine Lösung (ärgerlich!):
Da eine Membranfiltrationsanlage (Umkehrosmose) für Privathaushalte unbezahlbar ist, habe ich mich für eine Anlage nach dem Ionenaustauschverfahrens entschieden (Calcium- und Magnesiumionen wird durch das unbedenkliche Natriumionen ersetzt). Die kostet auch Geld, spart aber dafür viel Arbeit und Folgekosten.



PS:
Wenn das Bitburger Brunnenwasser weicher wäre, wie würden die Stadtwerke dann ihr Wasser bewerten?

« Letzte Änderung: 05. Oktober 2017, 21:01:35 von Jo »

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Antw:Trinkwasserhärte in Bitburg
« Antwort #1 am: 05. Oktober 2017, 19:58:25 »
Es ist Ende 2017 und die Stadtwerke Bitburg belasten immer noch die Umwelt und erfreuen Heizung und Sanitär Firmen!

Fakt ist und bleibt:
  • Das senken von Waschmittelverbrauch könnte auch in Bitburg deutlich die Umwelt entlasten
  • Waschmittel stellen den größten privaten Chemikalieneintrag in der Natur dar

Dafür bekommen die Stadtwerke Bitburg von mir 5 mad-Punkte!
 :mad:  :mad:  :mad:  :mad:  :mad:
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2017, 20:14:41 von Jo »